posted 6th June 2008 16:23
von juliane.hoefle@massiveart.com (Juliane Höfle)
Fri, 06 Jun 2008 04:23:42 +0100
Ich hab kürzlich einen interessanten Artikel im Projekt Magazin von Uwe Techt gelesen. In diesem Artikel beschreibt er wie sich das tagtägliche Multitasking auf die Performance der Projekte auswirkt. Er geht davon aus, dass sich ein Aufgabenwechsel von einem Mitarbeiter zu Gunsten eines Projektes, für alle Projekte negativ auswirken wird. Am Ende werden alle später fertiggestellt als geplant. Zudem wirkt sich ein ständiges wechseln zwischen den Aufgaben negativ für die Motivation der Mitarbeiter aus.
Die Reduktion des Multitaskings sieht er als Aufgabe des Top-Managements. Das Vorgehen ist, sich ein Bild über die laufenden Projekte zu machen, diese zu priorisieren und einige der Projekte einzufrieren. Dadurch soll die Work in Progress reduziert und Multitasking vermieden werden.
Techt spricht bei einer Reduktion der Arbeitslast um 25% von einer gleichzeitigen Steigerung der Effizienz um 20% und einer Verringerung der Projektlaufzeit von 35%.
In der Theorie hört sich das nicht schlecht an, aber wie so oft wird die Umsetzung nicht einfach sein. Ich wünsch jedenfalls allen Multiprojekt-Verantwortlichen viel Glück.
Mehr Informationen zum Thema findet Ihr auch in Techts Buch: Critical Chain. Beschleunigen Sie Ihr Projektmanagement, Haufe 2007.